Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie

Förderinitiative durch die Volkswagenstiftung Individuelle und gesellschaftliche Perspektiven des Alterns (Aktenzeichen: II / 83 142)

Zonen des Übergangs: Dimensionen und Deutungsmuster des Alterns bei jungen, älteren und alten Menschen

Projektlaufzeit: seit 9/2008 bis (voraussichtlich) 9/2011

Projektleitung: Prof. Dr. Stephan Lessenich, Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena

Antragsteller / Projektgruppe:

FSU, Institut für Soziologie: Dr. Silke van Dyk

Universitätsklinikum Jena, Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie:
Dr. Karena Leppert
, Prof. Dr. Bernhard Strauß

Fachhochschule St. Gallen: Prof. Dr. Ulrich Otto

FSU, Institut für Psychologie: Prof. Dr. Klaus Rothermund

Der Forschungsgegenstand "Subjektive Wahrnehmung des Altwerden und Altsein" wird durch vier geisteswissenschaftliche Disziplinen analysiert. Im Teilprojekt Soziologie steht die Präzisierung der Konzepte "Übergänge" und "Alter(n)" sowie die Entwicklung einer theoretischen Perspektive auf die komplexe Multidimensionalität sozialer Alter(n)serfahrungen im Mittelpunkt (Gräfe 2010). Das Teilprojekt Erziehungswissenschaft fokussiert auf die Erfahrungsdimensionen "Soziale Netzwerke" und "Wohnen" beim Altern. In diesen beiden Teilprojekten werden qualitative, leitliniengestützte Interviews bei unterschiedlichen Altersgruppen durchgeführt.
Das Teilprojektes Psychologie prüft in einer Fragebogenstudie das Konzept der Altersbilder und Altersstereotypen mit N=750 Teilnehmern im Altersbereich zwischen 30 und 80 Jahren aus Ost- und Westdeutschland (Kornadt & Rothermund 2010). Das Teilprojekt Psychosoziale Medizin zielt auf die Untersuchung von alternsabhängigen Erfahrungen mit der eigenen Gesundheit und dem Umgang mit Einschränkungen und Belastungen. Um den Zusammenhang von Resilienz, Gesundheit und Altersstereotyp prüfen zu können, wurde das im Teilprojekt Psychologie entwickelte Instrument durch den Fragebogen zur Resilienz (RS-13) ergänzt (Leppert et al. 2010). Das Konzept der Trait-Resilienz erweist sich als ein individueller Marker subjektives Belastsein zu eruieren. Patienten der Jahrgänge 1937-1941 einer Allgemeinarztpraxis werden mit einem standardisierten Bindungsinterview (EBPR) zu ihren Bindungsmustern befragt. Diese Interviews wurden mit einem standardisierten Gesundheitsbogen (CIRS), mit einer Fragebogenbatterie (RS-13, BFPE, RSQ, GBB-24, FLZ, FlexTen) und mit Fragen zu den Altersübergängen ergänzt.

Kontakt:
Dr. phil. Karena Leppert
Tel.: 03641/936588